Konzerttermine

Frühjahr / Sommer 2015

  • 25. Januar 2015
  • 22. Februar 2015
  • 22. März 2015

Coco Chanel - Künstlerin, Ikone, Freundin

Sonntag, 25. Januar 2015, 17:00 Uhr

Ensemble Tityre
Annette Hermeling (Flöte), Katharina Apel-Scholl (Oboe), Bettina Pfeiffer (Klavier),
Katja Geist (Sprecherin), Texte: Ute Arndt

Programm

Coco Chanel – Künstlerin, Ikone, Freundin
in Szene gesetzt mit Musik von:
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Jean-Michel Damase (1928 - 2013) 
Trio für Flöte, Oboe und Klavier (2. Satz: Allegretto con spirito)

     „Wenn man ohne Flügel geboren wurde, darf man sie nicht am Wachsen hindern.“

Francis Poulenc (1899 - 1963) 
Sonate für Oboe und Klavier (1. Satz: Élégie - Paisiblement)

     "Die selbstsichere Frau verwischt nicht den Unterschied 
zwischen Mann und Frau - sie betont ihn."

Mel Bonis (1858 - 1937)
Pièce für Flöte und Klavier

     "Zum Schlafen trage ich nur ein paar Tropfen Chanel N°5"

Ansèlme Vinée (1847 - 1921) 

Trio für Flöte, Englischhorn und Klavier

Hans Steinmetz (1901 - 1975)
Liebesruf eines Fauns für Englischhorn und Klavier

     "Sie war ein zwiespältiges Bündel an Widersprüchen"

Eugène Goossens (1893 - 1962)
Pastorale für Flöte, Oboe und Klavier

     "Mode ist vergänglich. Ein Stil niemals. Chanel ist ein Stil. Der Stil bin ich."

Sergej Prokofjew (1891 - 1953) 
Sonate für Flöte und Klavier op. 94 (1. Satz: Moderato)

     "Es gibt eine Zeit für die Arbeit. Und es gibt eine Zeit für die Liebe. Mehr Zeit hat man nicht."

Domenico Gallo / Igor Strawinskij (1730 - 1768) / (1882 - 1971)
Pulcinella-Suite (1. Satz: Allegro)

     "Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut."

Eugène Goossens (1893-1962)
Arléquinade für Flöte, Oboe und Klavier
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"Mode ist vergänglich. Ein Stil niemals. Chanel ist ein Stil. Der Stil bin ich." (Coco Chanel)
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Coco Chanel war ein Phänomen, eine Legende. Ihr Aufstieg aus bitterarmen Verhältnissen zur reichsten Frau Frankreichs und Inhaberin eines weltweiten Modeimperiums hat etwas Märchenhaftes. Sie gab genial genau die richtigen Anstöße zur richtigen Zeit, befreite die Frauen von Korsetts und machte ihre Kleidung funktionell, dabei gleichzeitig auf ganz neue Weise raffiniert. Zielstrebig, dabei auch manchmal rücksichtslos egoistisch, vergrößerte sie ihr Geschäft, bis es der Weltkonzern war, der heute noch besteht.

Der Nachwelt hat sie nichts Privates aus ihrer eigenen Hand hinterlassen, keine Briefe, keine Tagebücher. Wer ist die Frau, die zu dieser Ikone wurde? Wortgewandt hat sie in Interviews klare und eindeutige Antworten vermieden - was war Lüge, was die Wahrheit, kann man das überhaupt noch herausbekommen? Das Ensemble Tityre hebt den Schleier an und versucht zu erkennen: Wer war der Mensch hinter den beiden verschränkten Cs?

In ihren Freundschaften zu Künstlern war sie eindeutig großzügig, sie unterstützte Dichter, Maler und Musiker. Paris brodelte in Aufbruchstimmung, kaum vorstellbar, wieviele Talente gleichzeitig in den Clubs, Cafés, Theatern und Konzerthäusern unterwegs waren. Und Chanel mittendrin - Kostüme für ein Ballett von Milhaud, lange Konzertnächte mit Poulenc, zwei Jahre Unterschlupf für Strawinskij und seine Familie - mit dieser Musik, die sie gehört und geliebt und gefördert hat, entführt das Ensemble Tityre Sie in eine besondere Klangwelt, frisch, charmant, manchmal frech - französisch eben!

Interpreten

Ensemble Tityre

benannt nach einer Komposition Albert Roussels für Flöte und Klavier – war ursprünglich ein Duo: Annette Hermeling (Flöte) und Bettina Pfeiffer (Klavier), die beide an der Musikhochschule Detmold/Münster studierten und dort ihre künstlerische Reifeprüfung ablegten, traten seit 1994 zusammen auf. Für ihre Idee, ein Programm nur mit Werken von Komponistinnen zu entwickeln, konnten sie zwei weitere Frauen begeistern: die Oboistin Judith Lehrig-Stampa, die ebenfalls an der Musikhochschule Detmold/Münster studierte und die Autorin und Sprecherin Sabine Schönfeldt. Das Programm „Weibermusik“ wurde aus der Taufe gehoben. Die Frage, wie man die Wahrnehmung für die unbekannten Werke der Komponistinnen sensiblisieren könnte, führte zu der Idee, berührende Augenblicke aus ihren Lebensgeschichten herauszugreifen und als szenischen Moment darzustellen. Aus unbekannten Namen werden so vorstellbare Gestalten, aus der einst abfällig und undifferenziert benannten „Weibermusik“ unterscheidbare Persönlichkeiten mit charakteristischen Werken. „Weibermusik“ erfreut sich einer großen Beliebtheit beim Publikum. Seit 1997 tourt das Ensemble mit diesem Programm erfolgreich durch Deutschland.

Weitere Programme entstanden. Für das Heine-Haus in Hamburg entwickelte das Ensemble zwei Produktionen, die die Literatinnen Rahel Varnhagen und Else Lasker-Schüler porträtieren.

Da das Ensemble in seiner musikalischen Besetzung wie prädestiniert für die impressionistischen Werke Frankreichs ist, lag die Idee nahe, ein Programm mit Kompositionen dieser Zeit zu entwickeln: „L’après midi à Paris“ entstand, eine Konzertlesung, in der den atmosphärischen Klängen jener französischen Kompositionsepoche die schrillen, surrealistischen und aufrührerischen Töne der Literatur der gleichen Zeit zur Seite gestellt werden. Das fin de siècle hat seine Signatur aber auch durch einen Literaten erfahren, dessen Werk zu lesen einer Lebensaufgabe gleichkommt: Marcel Proust. Seiner „Suche nach der verlorenen Zeit“ hat das Ensemble ein Programm gewidmet, das „Eine Liebe von Swann“ in einer Anfang und Ende dieser Liebe gegenüberstellenden Montage präsentiert.

Nicht zuletzt auch, weil der kurzweilige Wechsel zwischen Text und Musik bei Publikum und Kritik immer wieder begeistert aufgenommen wurde, begab sich das Ensemble auf die Suche nach Themen, in denen das Zusammenspiel dieser beiden Ausdrucksgattungen noch mehr aufeinander abgestimmt werden könnte. Das erste Stück entstand, in dem sowohl die Musik (Kompositionen nordeuropäischer Herkunft) als auch der Text einen dramaturgischen und motivischen Bogen spannen: „Astrid Lindgren – Wanderin zwischen den Welten“. Geburtsstunde dieses Programms war der Tod der berühmten Kinderbuchautorin im Januar 2002. Das Ensemble hatte den Wunsch, der Meisterin der Einfachheit eine Hommage zu widmen. Im Februar 2003 wurde das Stück „Astrid Lindgren – Wanderin zwischen den Welten“, das die 90-jährige Schwedin im Gespräch mit sich selbst zeigt, mit großen Erfolg auf Schloss Elmau uraufgeführt.
Inspiriert von diesem Erfolg entstand kurz darauf "Hans-Christian Andersen - Ein Menschentraum", ein Programm, in dem Andersens Leben und die Sagen Peer Gynts einander lebendig gegenüber gestellt werden. Ausschnitte aus Griegs Peer Gynt-Suite übernehmen hier die motivische Führung. Dass Text und Musik sich in den konzertanten Lesungen (Marcel Proust; Rahel Varnhagen; „L’après midi à Paris“) und in den Inszenierungen („Weibermusik“; „Mein Herz: Niemandem! – Else Lasker Schüler“; „Astrid Lindgren – Wanderin zwischen den Welten“ und „Hans-Christian Andersen“) nicht bloß begleiten und abwechseln, sondern eine gleichrangige Rolle spielen und aufeinander Bezug nehmen, ohne dabei an Autonomie zu verlieren, ist das Kennzeichen des Ensemble Tityre.

Seit 2007 hat die freischaffende Hamburger Schauspielerin, Synchronsprecherin und Sängerin Katja Geist als Nachfolgerin von Sabine Schönfeldt die Rolle der Sprecherin des Ensembles übernommen und sorgt für den lebendigen Dialog zwischen gesprochen-gespieltem Wort und Musik.

Violinsonaten aus drei Jahrhunderten

Sonntag, 22. Februar 2015, 17:00 Uhr

Noé Inui (Violine)
Mario Häring (Klavier)

Programm

J.S. Bach (1685 - 1750)
Sonate Nr. 3 Violine und obligates Cembalo E-Dur 
BWV 1016

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Sonate Nr. 4 für Klavier und Violine a-Moll op. 23

Franz Schubert (1797 - 1828)
Sonate (Sonatine) für Violine und Klavier D-Dur D 384

Leoš Janáček 
(1854 - 1928)
Violinsonate JW VII/7 (1922)

Erwin Schulhoff 
(1894 - 1942)
Sonate Nr. 2 für Violine und Klavier (1927)

Interpreten

Noé Inui (Violine)
ist ein echter Weltenbürger - als Sohn einer griechischen Mutter und eines japanischen Vaters lebt er seit 2006 in Düsseldorf. Er erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren. Nach Abschluss seines Studiums an den Konservatorien von Brüssel, Paris, Karlsruhe und Düsseldorf nimmt er weiterhin regelmässig Unterricht bei den Mentoren Ulf Hölscher und Rosa Fain. Noé Inui hat bei vielen internationalen Wettbewerben zahlreiche Preise gewonnen. Seine letzte grosse Auszeichnung erhielt er beim “Verbier Festival 2012″, wo er den renommierten “Prix d’Honneur, Prix Julius Bär” erhielt, der für einen aussergewöhnlich talentierten Musiker bestimmt ist. Aufgrund dieses Preises konnte Noé u.a. 2013 auf dem Festival von Verbier sein Récital-Début geben. Eine weitere Auszeichnung erhielt Noé 2005 mit dem besonderen Preis für junge Talente bei dem Internationalen Geigenwettbewerb “Jean Sibelius” in Helsinki. Des Weiteren ist er auch Preisträger der “Young Concert Artists Series” in New York (2009) und 2011 gewann er den “Gina-Bachauer-Preis” in Griechenland. Seit 2014 ist er Stipendiat der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung.

2010 gab Noé Inui im Rahmen der “Young Concert Artists Series” sein Debut in New York (Merkin Hall) und in Washington DC. In den Jahren 2011-13 war er auf Tournee und gab Konzerte und Reziatle in wichtigen Konzertsälen in Boston und in New York. Seit 2011 macht Noé Inui jedes Jahr eine Tournee durch Japan, wo er als Solist mit der Philharmonie von Nagoya und dem Japan Philharmonic Orchestra auftritt und verschiedene Rezitale gibt. 2012 gab er sein Debut in Tokio mit der Japan Philharmonic (unter der Leitung von Maestro Lazarev) mit dem Mendelssohn-Violnkonzert. 2013 spielte er das Tschajkowskij-Violinkonzert mit der Japan Philharmonic in der berühmten Santory Hall in Tokio. Im April 2014 debütierte er im Megaron in Athen mit dem Doppelkonzert von Brahms (mit Martti Rousi) zusammen mit dem Athener Staatsorchester. Unmittelbar danach führte er zusammen mit dem niederländischen Staatsballet (Amsterdam) achtmal das Beethoven-Violinkonzert im Amsterdamer Muziektheater auf als Begleitung von “Shape”, einem der Dutch Doubles-Ballets des Choreographen Jorma Elo.

In Europa tritt Noé Inui immer wieder als Solist mit renommierten Orchestern und Dirigenten auf. In Deutschland spielt er regelmässig mit dem Braunschweiger Staatsorchester und dem Stuttgarter Kammerorchester. Abgesehen von Deutschland ist er auch in der Schweiz, in Österreich, Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Spanien, Griechenland und Finnland aufgetreten. In Übersee hatte er Auftritte in den USA, in Japan, Brasilien und Argentinien. Kammermusik – ein Genre, das ihm ebenso vertraut ist – spielte Noé Inui mit Karin Lechner, Julien Quentin, Martha Argerich und Leonidas Kavakos. Des Weiteren arbeitet er als Duo eng zusammen mit dem griechischen Pianisten Vassilis Varvaressos. Im Dezember 2013 gab das Duo sein Début im Rahmen der Kammermusikkonzerte im Megaron. Sie spielten kürzlich im Concertgebouw Amsterdam und sie werden in der Saison 2014/15 an verschiedenen Konzertstätten in Japan, Deutschland, Belgien (Bozar, Brüssel) und in den Niederlanden (u.a. in der Nieuwe Kerk, Den Haag) zu hören sein.
Mit dem deutschen Cellisten Benedict Kloeckner und dem Pianisten Vassilis Varvaressos bildet Noé Inui das erfolgreiche Trio Bell’Arte. Von 2005 bis 2012 war er Mitglied des in Brüssel ansässigen Trios Carlo van Neste.

Sein Spiel vereint enormes technisches Können und einen grossen Empfindungsreichtum. Sein Interesse an moderner Musik eröffnet ihm ein weiteres Feld für sein Geigenspiel, das Strenge, Virtuosität und Kraft mit grosser Sensibilität verbindet.

2010 machte er für Mercury Aufnahmen in Japan und wird diese Zusammenarbeit fortsetzen. Er hat auch drei CDs mit dem Trio Carlo van Neste aufgenommen.

Noé Inui spielt auf einer Tomasso Balestrieri (Mantua) von 1764.


Mario Häring (Klavier)
wurde im November 1989 in Hannover geboren und wuchs in Berlin auf. Aus einer deutsch-japanischen Musikerfamilie stammend, machte er bereits im Alter von drei Jahren erste Erfahrungen auf der Geige und am Klavier und erhielt 1994 seinen ersten Klavierunterricht. Noch vor seinem Abitur lernte er als Jungstudent bei Professor Fabio Bidini im Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin sowie an der HMTM Hannover unter Prof. Karl-Heinz Kämmerling. Bei Prof. Kämmerling und Prof. Lars Vogt absolvierte Mario Häring auch den Bachelorstudiengang Klavier und befindet sich seit 2014 im Master-Studium für Klavier an der HMTM Hannover.
Musikalische Impulse erhielt er bei zahlreichen Meisterkursen, u.a. bei Paul Badura-Skoda, Pascal Devoyon, Anatol Ugorski, Walter Blankenheim und Andras Schiff. Zusätzlich nimmt er regelmäßig an Intensivkursen der Internationalen Musikakademie im Fürstentum Liechtenstein teil, dessen Stipendiat er seit 2011 ist. Weiterhin ist Mario Häring Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Osar und Vera Ritter-Stiftung. Seit 2014 ist Mario Häring zusammen mit dem Geiger Noé Inui Stipendiat der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung.

Seit 1995 gewann Mario Häring sowohl im solistischen wie auch im kammermusikalischen Bereich 16 erste Preise. Nach seinem Orchesterdebüt in der Berliner Philharmonie mit den Berliner Symphonikern 2003 mit Schostakowitschs 2. Klavierkonzert folgten weitere Konzerte mit Orchester, die ihn u.a. in die Philharmonie Konstanz, das Tokyo Metropolitan Theater, Tokyo Bunka Kaikan und fünf weitere Male in die Berliner Philharmonie führten.

Seine Konzerttätigkeit führt ihn immer wieder in renommierte Säle, wie die Berliner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, die Laeiszhalle Hamburg und die Suntory Hall in Tokyo. Er war Gast bei bedeutenden Festivals wie dem Braunschweig Classix Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Internationalen Steinway Festival, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Lucerne Festival „Ark Nova“ in Matsushima und dem Kammermusikfestival “Spannungen” in Heimbach. Konzertengagements ließen ihn bereits in Japan, China, Namibia, Italien, Spanien, Liechtenstein, der Schweiz und Finnland auftreten.

Neben Engagements mit Orchestern und als Solist widmet sich Mario Häring auch immer wieder der Kammermusik. Die Begeisterung dafür teilt er unter anderem mit dem Geiger Noé Inui, mit dem er bereits mehrfach in Japan auftrat. Als Duo erhielten sie 2014 ein Stipendium der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung.

Seine Vielseitigkeit stellt Mario Häring auch auf seiner ersten CD „Russian Moments“ unter Beweis, auf der er ausdrucksstarke Interpretationen von Werken Rachmaninows, Prokofjews und Kapustins liefert.

Beethoven Zyklus Folge XV - "Von früh bis spät"

Sonntag, 22. März 2015, 17:00 Uhr

Marc Pierre Toth und Volker Zwetzschke
(Klavier /-duo zu zwei und vier Händen)

Programm

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Sonate D-Dur op. 6 für Klavier zu vier Händen
Sonate c-Moll op. 13 ("Pathétique")
Sonate B-Dur op. 106 ("Grosse Sonate für das Hammerklavier")

 

Interpreten

Marc Pierre Toth (MPT)

Mit dem Erfolg von seiner informativen und humorvollen Konzertserie „What is SO great about Classical Music???“ präsentiert der kanadische Pianist sich auf den Bühnen verschiedenen Länder in bis jetzt fünf verschiedenen Sprachen.

MPT brach in 1990er Jahren sein Chemieingenieurstudium ab, um sich professionell der Musik bzw. dem Klavier zu widmen. Er hat in der Solistenklasse von Einar Steen-Nokleberg an der HMT Hannover das Konzertexamen mit Auszeichnung abgelegt. Danach hat er ein weiteres Studium des Hammerflügels und der historischen Aufführungspraxis bei Prof. Gerritt Zitterbart fortgesetzt und abgeschlossen. Zu dieser Zeit hatte er bereits ein Bachelor Diplom, ein Magister, ein Lizentiat Diplom und ein Kammermusik Diplom in Kanada und Italien erhalten. MPT ist weltweit als Solist mit diversen Orchestern aufgetreten.

Als Preisträger machte er bei intern. Wettbewerben in Kanada, den USA, Italien und anderen Ländern auf sich aufmerksam, so z.B.: als 3. Preisträger beim renommierten „Ferruccio Busoni“ Wettbewerb 2000 Bozen (Italien). Dazu erhielt er Preise beim Schumann Wettbewerb 2007, „Luciano Gante“ 2006, „Prokofjew-Wettbewerb“ 2003 (Italien), Chopin-Wettbewerb „Roma“ 2003 „Compositores d’Espana“ 2003, Preis und Bach-Sonderpreis „Antonio Napolitano“ 2002, 2. Preis beim „Vincenzo Bellini“ 2002, 3. Preis und Liszt-Preis „Valsesia Musica“ 2001, Grand Prix beim „Future Virtuosos Competition“ (Japan). MPToth kann auf zahlreiche verschiedene Projekte (4Beethoven4, Goldberg – Das Ballett, Visions Fugitives, Claudel-Rodin-Chopin, Präludien und Fugen…) in Deutschland und Österreich mit dem Wiener Choreograph Jörg Mannes zurückblicken.

Nach seinen von Publikum und Kritik hoch gelobten Leistungen in der Saison 2007-08 an der Staatsoper Hannover wurde er als Solist von der Philharmonie Paderborn für Herbst 2008 und die Wiederaufnahme von ‚A propos Bach’ in der Staatsoper Hannover eingeladen. Seit der CD Aufnahme 2005 für TUNAP spielt Marc Toth regelmäßig mit dem Geiger Christoph Seybold sowie mit den Violinisten Irene Chatsisavas, Hyuk-Joo Kwun und Solenne Paidassi zusammen.

Mit großem Erfolg hat er Meisterkurse an verschiedenen Universitäten gegeben, so z.B. in Kanada, den USA, Süd-Amerika und Italien. 2010 hatte er eine Vertretungsprofessur für Klavier, historische Tasteninstrumente und Kammermusik an der Universite Laval in Quebec (Kanada) übernommen. Seit Herbst 2009 freut er sich über die große Nachfrage nach seinem integralen Zyklus aller Beethoven-Sonaten – bis dato in Deutschland, Kanada und Italien. 2011 hat er ein Doppel-CD (Beethoven Sonaten opp. 2 sowie klassische Variationen von Haydn, Mozart und Beethoven) für das Klassik Label eingespielt.


Volker Zwetzschke

geboren 1973 in Recklinghausen, erhielt bereits in sehr jungen Jahren Klavierunterricht. Später bekam er Privatunterricht bei Rainer Maria Klaas und Joanna Jakubovska. Den entscheidenden Anstoß, die Musik zum Beruf zu machen, verdankt Volker Zwetzschke den Anregungen der belgischen Komponistin Jacqueline Fontyn. Sein Studium in der Klavierklasse von Prof. Michael Keller an der Musikhochschule Detmold / Abt. Münster schloss er 1999 mit dem „Staatlichen Klavierlehrerdiplom“ ab. Dort begann er zunächst auch das Aufbaustudium der „Künstlerischen Reife“, wechselte dann 2001 zu Prof. Einar Steen-Nøkleberg nach Hannover, wo er 2003 sein Abschlussexamen mit „Sehr gut“ ablegte. Weitere musikalische Anregungen erhielt er außerdem im Rahmen von Meisterkursen von Tibor Szasz (Freiburg), Volker Banfield (Hamburg), Einar Steen-Nøkleberg (Hannover), Hans Leygraf (Salzburg), Bernd Glemser (Würzburg) und Mikhail M. Aleksandrow (Moskau).

Nebenher widmete Volker Zwetzschke sich von 1992-97 dem Studium der Philosophie bei Prof. Dr. Albert Stüttgen an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster.

Von 1996 bis 2011 spielte Volker Zwetzschke regelmäßig mit Jana Prjaschennikowa in der Besetzung für Klavier zu vier Händen. Zusätzlich zu ihrer solistischen Ausbildung studierten sie 2001-04 speziell als Klavierduo an der Musikhochschule Detmold bei Prof. Michael Keller. Gemeinsam besuchten sie Meisterkurse bei Radoslav Kvapil  (Prag)  mit dem Schwerpunkt „Tschechisch-böhmische Musik“ und dem Klavierduo Begona Uriarte / Karl-Hermann Mrongovius (München). Beim „6th Concours Grieg – International Competition for Pianists in Oslo 2005“ wurden ihnen gleich vier Preise zuerkannt: 1. Preis (Prix d`Oslo), Grieg-Preis, Publikumspreis und Sponsorenpreis. Des Weiteren beinhaltete der Wettbewerbsgewinn eine von der Internationalen Grieg-Gesellschaft Oslo geförderte Super Audio CD-Produktion (erschienen Dezember 2006). Einer ausgeprägten inländischen Konzerttätigkeit mit Auftritten und Einladungen im Rahmen renommierter Reihen und Festivals stehen erfolgreiche Gastspiele im europäischen Ausland gegenüber. Seit der Saison 2013/14 spielt er im Duo mit dem kanadischen Pianisten Marc Pierre Toth, mit dem er bereits einige Duokonzerte im Rahmen des seit 2005 laufenden Marler Bach-Zyklus gab.

Als Klavierpädagoge ist er seit Mitte der 1990er Jahre tätig und hat mittlerweile einer ganzen Reihe von SchülerIinnen den Zugang zu deutschen Musikhochschulen ermöglicht. 2008 assistierte er erstmalig als Dozent bei einem Internationalen Klaviermeisterkurs von Oleg Poliansky.

Des Weiteren ist er Initiator und künstlerischer Leiter der 1996 begründeten Reihe der „Kammerkonzerte auf der Wasserburg Lüttinghof“ in Gelsenkirchen. Von 2001-03 zeichnete Volker Zwetzschke ebenfalls für die künstlerische Leitung des „Europäischen Klassikfestival Ruhr“ verantwortlich. Für dieses Festival konzipierte er 2008 im Rahmen der Vorbereitungen auf das Kulturhauptstadtprojekt RUHR.2010 die Reihe „Ars musica ad Lupiam“ (Konzerte in Burgen, Schlössern, Kirchen und Kapellen entlang der Lippe von Hamm bis Wesel) und hat seit 2009 die Gesamtleitung als künstlerischer Leiter inne.