Konzerttermine

Herbst / Winter 2015

  • 27. Sept. 2015
  • 25. Okt. 2015
  • 22. Nov. 2015

KARÁCSONYI - Kaleidoskop einer Musikerfamilie

Sonntag, 27. September 2015, 17:00 Uhr

István Karácsonyi       (Violine) 
Gabriella Karácsonyi  (Klavier)
Péter Karácsonyi       (Violine)
Anna Karácsonyi       (Klavier)

 

Programm

J.S. Bach (1685- 1750)
Sinfonien f-Moll BWV 795 und A-Dur BWV 798

Domenico Scarlatti (1685 - 1757)
Sonate D-Dur K. 430

Claude Debussy (1862 - 1918)
"Jardins sous la pluie" (aus "Estampes")

Franz Liszt (1811 - 1886)
Tarantella (Venezia e Napoli) aus Années de Pèlerinage

Henryk Wieniawski (1835 - 1880)
Caprice Nr. 2 op. 18 für zwei Violinen (Andante)

Pablo de Sarasate (1844 - 1908)
Navarra op. 33 für zwei Violinen und Klavier

Henryk Wieniawski (1835 - 1880)
Fantasie brilliante op. 20 (über Themen aus der Oper "Faust" von Charles Gounod)

César Franck (1822 - 1890)
Sonate für Klavier und Violine A-Dur

Interpreten


Anna Karácsonyi 
(Klavier) wurde 2002 in Herten geboren und besucht zur Zeit in Dorsten die achte Klasse des St. Ursula-Gymnasiums. Im Alter von fünf Jahren nahm sie ihren ersten Klavierunterricht bei ihrer Mutter, die sie bis heute unterrichtet. Sie ist Preisträgerin zahlreicher nationaler und internationaler Klavierwettbewerbe: Jugend Musiziert (mehrere 1. Preise auf Regional- und Landesebene sowohl in der Kategorie „Klavier Solo“ als auch in dem Bereich Kammermusik), van Bremen Klavierwettbewerb Dortmund (zuletzt zweiter Preis 2014), Schimmel-Klavierspielwettbewerb NRW (Hauptpreis Silber 2013, Hauptpreis Gold 2015), Internationaler Chopin-Wettbewerb Budapest (Lobende Anerkennung und 3. Platz 2014), Gewinnerin des internationalen Wettbewerbs „Münchner Klavierpodium“ im Juni 2015. 2014 gab sie ihr Orchesterdebüt mit dem JSO Recklinghausen im Ruhrfestspielhaus mit Auszügen aus Chopins Klavierkonzert f-Moll und wurde daraufhin eingeladen, beim Weihnachtskonzert der „Neuen Philharmonie Westfalen“ aufzutreten.

István Karácsonyi
(Violine) wurde in Klausenburg geboren und erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren bei Prof. Péter Zsurska und Marianna Csernátony. Sein Studium absolvierte er am Konservatorium in Klausenburg in der Klasse von András Ágoston. In dieser Zeit gewann er Preise bei verschiedenen Wettbewerben. Nach dem Diplomabschluss im Jahre 1989 erfolgte ein Aufbaustudium an der Musikakademie "Franz Liszt" in Budapest (1990-1991). Ferner besuchte er Meisterkurse bei Hermann Krebbers, Sefan Ruha, Stefan Gheorghiu und Ruggiero Ricci. Von 1990-93 war István Karácsonyi Konzert- meister des Sinfonieorchsters "Duna" in Budapest, in den folgenden drei Jahren wirkte er in Budapest als Konzertmeister und Solist des Sinfonischen Orchesters "Leo Weiner". Nach der Übersiedlung nach Deutschland im Jahr 1996 war er zunächst fünf Jahre lang Vorspieler der ersten Violinen bei der Philharmonie Hungarica in Marl, seit August 2001 hat der eine Verpflichtung als erster koordinierender Konzertmeister der Neuen Philharmonie Westfalen. Neben der Orchestertätigkeit spielt István Karácsonyi als Solist in Orchesterkonzerten, widmet sich intensiv der Kammermusik und tritt bei Soloabenden auf.

Péter Karácsonyi (Violine) wurde 1999 in Herten geboren. In Dorsten besucht er zurzeit die elfte Klasse des St. Ursula Gymnasiums. Seinen ersten Geigenunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei seinem Vater. Mit neun Jahren kam Klavierunterricht hinzu. Seit seinem 10. Lebensjahr wurde er von seinem Großvater György Pál Albert (emeritierter Professor für Komposition am Konservatorium St. Stefan in Budapest) im Fach Musiktheorie, Gehörbildung und Harmonielehre gefördert. Einen Jahr darauf begann er beim Organisten Werner Schröder mit dem Orgelunterricht. Regelmäßig musiziert er zusammen mit seinem Vater mit Mitgliedern der „Neuen Philharmonie Westfalen“. Nach ersten Preisen bei verschiedenen regionalen- und Landeswettbewerben erspielte er sich in 2013 einen zweiten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Erlangen. Im Sommer 2013 wurde er an der Hochschule für Musik in Detmold aufgenommen, an der er vier Semester Violinunterricht bei Prof. Koh Gabriel Kameda absolviert hat. Als Jungstudent erhielt er dort eine umfassende Ausbildung in Musiktheorie, Gehörbildung, Chor, Improvisation und Kammermusik. Gemeinsam mit den anderen Jungstudierenden führte ihn im Sommer 2014 eine Auslandsreise mit Studienaufenthalt und einem abschließenden Konzert nach Griechenland. Um sein Abitur vorzubereiten, wird er voraussichtlich sein Studium für drei Semester ruhen lassen und erhält zurzeit Violinunterricht erneut bei seinem Vater.

Gabriella Karácsonyi
(Klavier) stammt aus Siebenbürgen und erhielt seit ihrem sechsten Lebensjahr regelmäßig Klavierunterricht. Von 1987 bis 1990 studierte sie Musikpädagogik und Chorleitung am Konservatorium in Klausenburg, von 1990-95 schloss sich ein Klavierstudium an der Musikakademie „Franz Liszt“ in Budapest an, wo die Professoren Jenö Jandó, Dénes Várjon, und Ferenc Rados (Kammermusik) ihre Lehrer waren. Bis zum Diplomabschluss im Jahr 1995 nahm sie an nationalen Wettbewerben in den Sparten Klavier und Kammermusik teil und besuchte Meisterkurse bei Prof. Peter Frankl und Tamás Vásáry. Von 1990-97 gab Gabriella Karácsonyi Klavierabende und trat als Solistin in Orchesterkonzerten auf. Seit 1988 gestaltet sie Sonatenabende mit ihrem Ehemann István Karácsonyi. Seit der Übersiedlung nach Deutschland im Jahr 1997 setzte sie ihre kammermusikalischen Aktivitäten fort, indem sie beispielweise mit einem Quintett der Philharmonia Hungarica konzertierte. Als Kammermusikerin kam es zur Zusammenarbeit mit Sängern und Instrumentalisten. Sie ist Mitglied des Philharmonischen Trios Recklinghausen mit István Karácsonyi und Mark Mefsut. Gabriella Karácsonyi arbeitet des Weiteren auch als erfolgreiche Klavierlehrerin.

TRIO AFFEKTI

Sonntag, 25. Oktober 2015, 17:00 Uhr

Sara Etelävuori (Violine), Lois Alén González (Saxophone), Althea Chan (Klavier)

Programm

Felix Mendelssohn (1809 - 1847)
Klaviertrio c-Moll op. 66

Max Bruch (1838 - 1920)
Acht Stücke op. 83

Thomas Breton (1850 - 1923)
Quatre Morceaux Espagnols

Walter Hartley (*1927)
Dance Suite

Marc Eychenne (*1933)
Cantilène et Danse

Jean-Luc Defontaine (*1971)
Couleurs d'un Rêve

Interpreten

Das Trio Affekti wurde 2013 in Köln gegründet. Affekti ist ein Klaviertrio, das aus Saxophone, Violine und Klavier besteht. Sie spielen ein breites Repertoire aus verschiedenen Ländern, mit diversen Stil- richtungen und Genres. Sie möchten dem Publikum insbesondere auch unbekannte Musik und Komponisten darstellen. Ihr zentrales Ziel ist es durch die ungewöhnliche Besetzung und Stücke dem Publikum eine frische Begegnung mit klassischer Musik zu bereiten. Sie bemühen sich um ein modernes und unkonventionelles Image, um klassische Musik einer breiten Zielgruppe nahe zu bringen.

Die Musiker des Trio konnten schon viele Erfolge in der Solo- sowie Kammermusik erzielen. Sie haben in vielen berühmten Festivals und Konzerthallen aufgetreten, z.B. Kuhmo Music Festival (Kuhmo, Finland), Beethovenwoche (Bonn, Deutschland), Bechstein Konzertreihe (Köln, Deutschland), Xinghai Concert Hall (Guangzhou, China), Meadowmount Chamber Music Festival (Westport, NY, USA), usw.

Das Trio Affekti studiert bei Casals Quartet, Prof. Anthony Spiri, Prof. Daniel Gauthier, und Prof. Hans-Dietrich Klaus an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Im Juni 2014 wurden sie in die Förderung der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung aufgenommen. Zusätzlich produzierten sie im November 2014 Aufnahmen im Rahmen der WDR Open Auditions live auf WDR 3.

"PROMETHEUS AM KLAVIER" - Aleksander Skrjabin (1872 - 1916)

Sonntag, 22. November 2015, 17:00 Uhr

Marc L. Vogler, Felix Wahl und Volker Zwetzschke (Klavier)

Programm
Ausgewählte Werke von Aleksander Skrjabin (1872 - 1916)

Etüde, Prélude und Impromptu à la Mazur op. 2 (1887-89)
Prélude und Nocturne für die linke Hand alleine op. 9 (1894)
6 Préludes op. 11 (1888-96)
Deux Poèmes op. 32 (1903)
Sonate Nr. 4 op. 30 (1903)
Sonate Nr. 5 op. 53 (1907)
Désir und Caresse dansée op. 57 (1907)
Poème und Prélude op. 59 (1910)
Sonate Nr. 10 op. 70 (1912/13)

Interpreten

Marc L. Vogler (Klavier)

geboren 1998 in Witten, erhielt bereits im Alter von vier Jahren ersten Klavierunterricht. Seit 2013 ist der Gelsenkirchener (mittlerweile also ein wahrer „Local Hero“) Schüler des Konzertpianisten Rainer M. Klaas. Er wurde bei diversen nationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter Preise bei „Jugend Musiziert“ 2013 und 2014 auf Landesebene, beim Westfälischen Van-Bremen-Klavierwettbewerb 2013 (William-Bolcom-Sonderpreis) und Jugend Komponiert 2015 (Uraufführung der prämierten Klavierkomposition „Oszillation“ beim Preisträgerkonzert in Köln 2015). Zusätzlichen Saxophonunterricht nimmt Marc Vogler bei Dietmar Schmahl und Sándor Varga mit Schwerpunkt in der Jazz-Improvisation, weitere Beschäftigungen mit Orgel und Schlagwerk ergänzen sein vielfältiges Repertoire. In der Spielzeit 2012/13 war er im Jugendorchester des Musiktheater im Revier tätig, 2014 folgte sein Betriebspraktikum ebenda im Bereich Korrepetition. Des Weiteren ist Marc L. Vogler Gesangs-Stipendiat des Musikvereins Gelsenkirchen. Höhepunkt der Jahre 2013-15 stellt die Komposition seiner Oper „Streichkonzert – Con brio ohne Kohle“ (nach ebenso selbst verfasstem Libretto) dar, welche großes Interesse am Musiktheater im Revier erregte. Eine konzertante bis halb-szenische Uraufführung ist für voraussichtlich Ende des Jahres in Aussicht gestellt. Marc Vogler absolviert gerade sein letztes Schuljahr am Max-Planck-Gymnasium Gelsenkirchen und strebt nach seinem Abitur 2016, in dem er seine Opernkomposition zusätzlich als Besondere Lernleistung einbringt, das Musikstudium in den Bereichen Dirigat, Klavier und Komposition an.

Felix Wahl

geboren 1986 in Bonn, bekam seinen ersten Klavierunterricht mit 10 Jahren. Er erhielt über viele Jahre wesentliche künstlerische Impulse bei der Bonner Pianistin und Pädagogin Rose Marie Zartner. Ab dem Wintersemester 2006/07 studierte er Klavier an der Hochschule für Musik Köln in der Meisterklasse von Prof. Pavel Gililov. Nach seinem Diplom 2011 folgte ein Aufbaustudium „Master of Music“ für Klavier, welches er 2014 mit Auszeichnung abschloss. Weitere wichtige Anregungen erhielt er bei Meisterkursen international renommierter Pianisten und Pädagogen wie Arie Vardi, Elisabeth Leonskaja, Jacques Rouvier, Andrea Lucchesini u. a. und arbeitete mit bekannten Ensembles wie dem Klavierduo Mrongovius/Uriarte und dem Fauré-Quartett. Bereits in seiner Jugend gewann er mehrfach Bundespreise bei „Jugend musiziert“ sowie einen Beethoven Bonnensis- Förderpreis, später schlossen sich verschiedene Preise an wie ein 1. Preis beim Lions-Musikwettbewerb 2007, ein Sonderpreis beim EU- Competition in Prag 2009 u. a. sowie Stipendien der Internationalen Richard Wagner-Stipendienstiftung und der Förderung „Yehudi Menuhin- Live music now.“ 2010 spielte er für eine CD-Produktion des Beethovenfestes Klavierwerke von Beethoven ein. Als Solist und Kammermusiker konzertierte er im In- und europäischen Ausland. Des Weiteren wirkte er als Korrepetitor bei verschiedenen Meisterkursen mit. Felix Wahl war in etablierten Konzertreihen und Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, dem Klavierfestival Ruhr, Schumannfest Bonn, Humperdinck-Fest Siegburg, „Spitzentöne“ Köln, Europäischen Klassikfestival, Festival Orfeo Kerkrade u.v.a. zu hören und gastierte in Sälen wie dem Beethovenhaus Bonn, August-Everding-Saal Grünwald, Mendelssohnhaus Leipzig...

Volker Zwetzschke

geboren 1973 in Recklinghausen, erhielt bereits in sehr jungen Jahren Klavierunterricht. Später bekam er Privatunterricht bei Rainer Maria Klaas und Joanna Jakubovska. Den entscheidenden Anstoß, die Musik zum Beruf zu machen, verdankt Volker Zwetzschke den Anregungen der belgischen Komponistin Jacqueline Fontyn. Sein Studium in der Klavierklasse von Prof. Michael Keller an der Musikhochschule Detmold / Abt. Münster schloss er 1999 mit dem „Staatlichen Klavierlehrerdiplom“ ab. Dort begann er zunächst auch das Aufbaustudium der „Künstlerischen Reife“, wechselte dann 2001 zu Prof. Einar Steen-Nøkleberg nach Hannover, wo er 2003 sein Abschlussexamen mit „Sehr gut“ ablegte. Weitere musikalische Anregungen erhielt er außerdem im Rahmen von Meisterkursen von Tibor Szasz (Freiburg), Volker Banfield (Hamburg), Einar Steen-Nøkleberg (Hannover), Hans Leygraf (Salzburg), Bernd Glemser (Würzburg) und Mikhail M. Aleksandrow (Moskau). Nebenher widmete Volker Zwetzschke sich von 1992-97 dem Studium der Philosophie bei Prof. Dr. Albert Stüttgen an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster.
Von 1996 bis 2011 war Volker Zwetzschke Mitglied des Klavierduo INVIA. Zusätzlich zu ihrer solistischen Ausbildung studierten sie 2001-04 speziell als Klavierduo an der Musikhochschule Detmold bei Prof. Michael Keller. Gemeinsam besuchten sie Meisterkurse bei Radoslav Kvapil  (Prag)  mit dem Schwerpunkt „Tschechisch-böhmische Musik“ und dem Klavierduo Begona Uriarte / Karl-Hermann Mrongovius (München). Beim „6th Concours Grieg – International Competition for Pianists in Oslo 2005“ wurden ihnen gleich vier Preise zuerkannt: 1. Preis (Prix d`Oslo), Grieg-Preis, Publikumspreis und Sponsorenpreis. Des Weiteren beinhaltete der Wettbewerbsgewinn eine von der Internationalen Grieg-Gesellschaft Oslo geförderte Super Audio CD-Produktion (erschienen Dezember 2006). Einer ausgeprägten inländischen Konzerttätigkeit mit Auftritten und Einladungen im Rahmen renommierter Reihen und Festivals standen erfolgreiche Gastspiele im europäischen Ausland gegenüber. Seit der Saison 2013/14 spielt er im Duo mit dem kanadischen Pianisten Marc Pierre Toth, mit dem er bereits einige Duokonzerte im Rahmen der seit 2005 laufenden Weihnachtskonzerte im Theater Marl gab.
Als Klavierpädagoge ist er seit Mitte der 1990er Jahre tätig und hat mittlerweile einer ganzen Reihe von SchülerIinnen den Zugang zu deutschen Musikhochschulen ermöglicht. 2008 assistierte er erstmalig als Dozent bei einem Internationalen Klaviermeisterkurs von Oleg Poliansky.
Des Weiteren ist er Initiator und künstlerischer Leiter der 1996 begründeten Reihe der „Kammerkonzerte auf der Wasserburg Lüttinghof“ in Gelsenkirchen. Von 2001-03 zeichnete Volker Zwetzschke ebenfalls für die künstlerische Leitung des „Europäischen Klassikfestival“ verantwortlich. Für dieses Festival konzipierte er 2008 im Rahmen der Vorbereitungen auf das Kulturhauptstadtprojekt RUHR.2010 die Reihe „Ars musica ad Lupiam“ (Konzerte in Burgen, Schlössern, Kirchen und Kapellen entlang der Lippe von Hamm bis Wesel) und hat seit 2009 die Gesamtleitung als künstlerischer Leiter inne. Seit 2010 lehrt Volker Zwetzschke das Fach Musik am Max-Planck-Gymansium in Gelsenkirchen-Buer.